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Was passiert mit Ihrer IT beim Dienstleisterwechsel
Ein Wechsel des IT-Dienstleisters scheitert selten an Technik und fast immer an fehlenden Zugängen und undokumentiertem Wissen. Wer die Übergabe vorbereitet — Bestandsliste, Zugangsinventur, geordnete Reihenfolge —, wechselt in Wochen statt Monaten.
Veröffentlicht23.08.2026
Aktualisiert23.08.2026
RedaktionLorem Media GmbH, IT & AI
Was tatsächlich übergeben werden muss
Zugänge
- Domain-Verwaltung (Registrar-Zugang)
- Hosting und Server (Root- oder Admin-Zugang)
- Microsoft 365 oder Google Workspace (globaler Admin)
- Website und Datenbank (CMS, FTP/SSH, Datenbank-Zugang)
- Fernwartungssoftware
- Backup-System
- Virenschutz- und Sicherheitskonsole
- Netzwerkgeräte (Router, Firewall — Administrationszugänge)
- Telefonanlage (falls vorhanden)
- Google Business Profile und Search Console
Verträge
- Auf wen laufen welche Verträge — auf Sie oder den Dienstleister?
- Lizenzen (Microsoft, Software) — wo und auf wen?
- Kündigungsfristen und Laufzeiten
- Sammelverträge — was ist darin gebündelt?
Dokumentation
- Netzwerkübersicht (Geräte, IP-Adressen)
- Serverkonfigurationen
- Besonderheiten wie feste IP-Adressen, VPN-Zugänge, Sonderlösungen
- Wiederkehrende Aufgaben und Wartungsrhythmen
Der Punkt, an dem es hakt
Sammelvertrag
Manche Dienstleister bündeln Lizenzen unter eigenen Verträgen. Nach dem Wechsel gibt es keinen Zugang mehr — die Lizenzen müssen neu beschafft werden.
Microsoft-365-Admin-Zugang nur beim Dienstleister
Wenn der Dienstleister der einzige globale Administrator ist und das Konto beim Wechsel gesperrt wird, gibt es Wiederherstellungsverfahren bei Microsoft — aber sie kosten Zeit.
Domain auf den Dienstleister eingetragen
Ist die Domain nicht auf Ihr Unternehmen registriert, braucht es eine Übertragung — mit Zustimmung des bisherigen Inhabers.
Die Reihenfolge
- 1. Bestandsaufnahme vor der Kündigung. Was läuft wie, wo liegen Zugänge, was steckt in Sammelverträgen?
- 2. Zugänge sichern, die ohnehin zustehen. Domain-Zugang, Microsoft-365-Admin, Hosting — schriftlich anfordern.
- 3. Erst dann kündigen. Die Kündigung auslösen, bevor die Zugänge gesichert sind, erzeugt vermeidbare Konflikte.
- 4. Übergabegespräch mit beiden Seiten. Den bisherigen Dienstleister für strukturierte Übergabe vergüten — das ist günstiger als ein Streit.
- 5. Parallelbetrieb wo möglich. Neuer Dienstleister übernimmt schrittweise, während der alte noch läuft.
- 6. Nachlauf 4–6 Wochen einplanen. Für Kleinigkeiten, die erst nach dem Wechsel auffallen.
Wie man es sich leichter macht — vorher
Wer nicht gerade wechselt, kann jetzt Vorsorge treffen:
- Bestandsliste führen: Was haben wir, wo liegt es, wer hat Zugang?
- Alle Verträge auf das Unternehmen — nicht auf den Dienstleister.
- Eigenes Administratorkonto in Microsoft 365 und anderen Systemen — zusätzlich zum des Dienstleisters.
- Zugangsdaten im eigenen Passwortmanager — mindestens zwei Personen haben Zugriff.
- Dokumentation einfordern — einmal im Jahr eine aktuelle Netzwerkübersicht anfordern.
- Ausstiegsfrage im Vertrag: Ist geregelt, was bei Vertragsende übergeben wird?
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Dienstleisterwechsel?+
Bei guter Vorbereitung und kooperativer Übergabe wenige Wochen. Ohne Dokumentation und mit Sammelverträgen können daraus mehrere Monate werden.
Der bisherige Dienstleister gibt die Zugänge nicht heraus. Was jetzt?+
Zunächst schriftlich und mit Frist anfordern. Parallel prüfen, was sich über die Anbieter selbst wiederherstellen lässt — für Domains und Cloud-Dienste gibt es Verfahren.
Können wir wechseln, ohne dass der Betrieb steht?+
Ja. Ein Wechsel läuft in Etappen: erst Zugänge, dann Überwachung und Sicherung, dann der Rest.
Was kostet die Übernahme?+
Das hängt vor allem am Zustand der Dokumentation. Ist alles sauber erfasst, ist die Übernahme überschaubar.
Wann ist ein Wechsel überhaupt gerechtfertigt?+
Wenn Reaktionen dauerhaft ausbleiben, Empfehlungen fehlen statt Antworten auf Zuruf, Sie keinen Überblick über Ihre eigene IT haben. Nicht bei einem einzelnen Vorfall.
IT-Dienstleister wechseln — ohne Unterbrechung
Wir übernehmen strukturiert, holen fehlende Zugänge ein und sorgen dafür, dass der Betrieb während des Wechsels nicht steht.
