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Warum Website-Angebote so unterschiedlich ausfallen
Wenn drei Agenturen auf dieselbe Anfrage 4.000, 12.000 und 30.000 Euro antworten, liegt das selten an der Marge. Es liegt daran, dass sie unterschiedliche Dinge verstanden haben — und dass eine Website-Anfrage ohne Vorarbeit fast zwangsläufig unterschiedlich interpretiert wird.
Veröffentlicht23.08.2026
Aktualisiert23.08.2026
RedaktionLorem Media GmbH, IT & AI
Warum dieselbe Anfrage drei Preise erzeugt
Die Anfrage lautet: "Zehn Seiten, modern, mit Kontaktformular." Das liest Anbieter A als zehn Unterseiten mit Ihren Texten und Fotos, Standarddesign aus einer Template-Bibliothek, Kontaktformular inklusive. Drei Wochen Arbeit.
Anbieter B liest dieselbe Anfrage als eigenes Gestaltungskonzept, professionelle Fotos mit Fotograf, Texte vom Texter, Anbindung an das bestehende CRM, Schulung der Mitarbeiter. Drei Monate Arbeit.
Beide Angebote sind intern konsistent. Keines ist falsch. Sie beschreiben nur unterschiedliche Projekte — und ohne Klärung wissen Sie als Auftraggeber nicht, welches davon Sie eigentlich wollten.
Was ein Angebot tatsächlich treibt
Sieben Faktoren bestimmen den Preis einer Website:
- Gestaltungstiefe: Wird ein bestehendes Template angepasst, oder wird ein eigenes Konzept entwickelt? Das ist der größte Einzelfaktor.
- Woher kommen die Inhalte: Liefern Sie fertige Texte und Bilder, oder ist das Teil des Auftrags? Texte und Fotos machen oft 30 bis 50 % des Gesamtaufwands aus.
- Anzahl der Seitentypen: Nicht die Seitenanzahl, sondern die Zahl unterschiedlicher Layouts. Zehn identisch aufgebaute Seiten sind weniger Aufwand als fünf komplett verschiedene.
- Funktionen außer informieren: Login, Suche, Buchung, Shop, CRM-Anbindung — jede dieser Funktionen ist ein eigenes Projekt.
- Migration: Gibt es eine bestehende Seite? Müssen Inhalte übernommen werden? Weiterleitungen eingerichtet werden?
- Sprachen: Jede weitere Sprache bedeutet übersetzte Inhalte und oft zusätzliche technische Struktur.
- Was nach dem Start passiert: Ist Pflege enthalten? Aktualisierungen? Support?
Was in Angeboten regelmäßig fehlt
Die häufigsten Lücken in Website-Angeboten:
- Wer schreibt die Texte: In vielen Angeboten steht "Inhalte durch Kunden" — was bedeutet, dass Sie alle Texte liefern müssen, für alle Seiten, in druckfertiger Qualität.
- Bilder und Lizenzen: Wer kauft Stockfotos? Wer bezahlt den Fotografen? Auf wen läuft die Lizenz?
- Anzahl Korrekturschleifen: Wie viele Runden Feedback sind im Preis enthalten? Was kostet die vierte Runde?
- Migration und Weiterleitungen: Wer richtet 301-Weiterleitungen ein, damit der bestehende Suchtraffic nicht verloren geht?
- Rechtliche Pflichtseiten: Impressum, Datenschutz, Cookie-Hinweis — wer erstellt und pflegt sie?
- Schulung: Wie kommen Sie später selbst an Ihre eigene Website?
- Laufende Kosten: Hosting, Lizenzen, Updates, Wartung — was kostet die Seite im Jahr nach dem Start?
- Wem gehört was: Quellcode, Design, Domain, Zugänge — was ist nach Projektende Ihres?
Die fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen
Stellen Sie jedem Anbieter diese fünf Fragen — und prüfen Sie, ob die Antworten konkret oder ausweichend ausfallen:
- Was ist im Preis nicht enthalten? Eine direkte Frage, die viel verrät. Gute Anbieter antworten konkret.
- Wer liefert Texte und Bilder? Und wenn Sie das selbst übernehmen: In welchem Format, bis wann, in welcher Qualität?
- Was kostet die Seite im laufenden Betrieb pro Jahr? Hosting, Lizenzen, Updates, Support — alles zusammen.
- Was gehört uns nach Projektende? Quellcode, Design, Zugänge, Domain — was genau und in welcher Form?
- Was passiert, wenn wir während des Projekts etwas ändern wollen? Klären Sie, wie mit Änderungswünschen umgegangen wird und was das kostet.
Häufige Fragen
Warum nennen viele Agenturen keine Preise auf der Website?+
Weil dieselbe Anfrage je nach Umfang um den Faktor zehn auseinandergeht — eine Zahl auf der Website wäre für einen Teil der Interessenten zu hoch und für den anderen irreführend niedrig.
Sollte ich mein Budget nennen?+
Ja. Ohne Angabe raten alle Anbieter, und Sie vergleichen unvergleichbare Angebote. Mit Angabe bekommen Sie Vorschläge, wie sich der Rahmen sinnvoll nutzen lässt.
Was ist ein realistischer Rahmen für eine Unternehmenswebsite?+
Das hängt an sieben Faktoren, vor allem an Gestaltungstiefe, Inhalten und Funktionsumfang. Belastbar wird die Zahl erst, wenn diese Punkte geklärt sind.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?+
Zwei bis drei. Mehr erzeugt Aufwand, ohne die Entscheidung zu verbessern.
Wie lange dauert eine Website?+
Bei einer typischen Unternehmensseite liegt der reine Umsetzungsaufwand meist bei einigen Wochen. Die Gesamtdauer bestimmen fast immer die Inhalte.
Ein Angebot, das hält was es verspricht
Wir klären mit Ihnen, was Sie tatsächlich brauchen — bevor wir ein Angebot schreiben. Keine versteckten Kosten, keine Nachtragsrechnung.
